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Das europäische Verfahren zur Vermeidung und Korrektur makroökonomischer Ungleichgewichte - Auswertung der bisherigen Erfahrungen und mögliche Reformansätze (2014)
Outline:Das europäische Verfahren zur Vermeidung und Korrektur makroökonomischer Ungleichgewichte ist Teil der sogenannten Sixpack-Gesetzgebung zur Stärkung der europäischen makroökonomischen Governance aus dem Jahr 2011 und eingebettet in das europäische Semester. Es zielt darauf ab, makroökonomische Risiken frühzeitig zu erkennen, den Aufbau von gefährlichen makroökonomischen Ungleichgewichten zu verhindern bzw. bestehende Ungleichgewichte zu verringern und so letztlich eine krisenhafte Entwicklung zu verhindern. Die Basis hierfür bildet das sogenannte Scoreboard, das eine Vielzahl verschiedener Indikatoren umfasst, die als Krisenfrühindikatoren gelten. In den „Alert Mechanism Reports“ werden die Ergebnisse des Scoreboards ausgewertet. Sofern Indikatoren als problematisch erkannt werden, kann dies zu einer vertiefenden Länderanalyse führen, die den ökonomischen Gehalt des Krisensignals auswertet und wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen ziehen soll. Die wirtschaftspolitischen Empfehlungen sind Teil des präventiven Arms, der zur eigentlichen Krisenabwehr dienen soll. Darüber hinaus existiert ein korrektiver Arm, der im Fall von exzessiven Ungleichgewichten die Vorlage von geeigneten Anpassungsprogrammen und deren Umsetzung verlangt und Sanktionen androht für den Fall, dass ein Land diesen Verpflichtungen nicht nachkommt. In diesem Projekt soll eine umfassende vorläufige Bewertung des Verfahrens zur Vermeidung und Korrektur von makroökonomischen Ungleichgewichten erfolgen.
Client:Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Position:Deuputy team leader
Material:Publications